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Marksburg2.
Burgen9

Man ist sich sicher, dass Martin Luther das Lied “Ein feste Burg ist unser Gott” in einer Situation der Gefährdung der Reformation gedichtet hat. Doch welche konkreten Ängste ihn dazu angetrieben haben, darüber kann man nur spekulieren. Auf jeden Fall ist es ein Lied, das zeitlos ist, so wie die Burgen jahrhundertelang gegen alle möglichen Gefahren gerüstet waren. Es fußt auf alttestamentlicher Tradition. Es deutet im Bild der Burg auf den Schutz Gottes. Und wenn wir heute hochschauen auf die Berge und die großartigen Anlagen erblicken, dann kommt uns das Lied in den Sinn und im Gottesdienst auf die Lippen:

Ein feste Burg ist unser Gott,
ein gute Wehr und Waffen.
Er hilft uns frei aus aller Not,
die uns jetzt hat betroffen.
Der alt böse Feind
mit Ernst er’s jetzt meint,
groß Macht und viel List
sein grausam Rüstung ist,
auf Erd ist nicht seins gleichen.

Mit unsrer Macht ist nichts getan,
wir sind gar bald verloren;
es streit’ für uns der rechte Mann,
den Gott hat selbst erkoren.
Fragst du, wer der ist?
Er heißt Jesus Christ,
der Herr Zebaoth.
und ist kein andrer Gott,
das Feld muss er behalten.