Empfinden
KreuzigungAltdorfer

Albrecht Altdorfer, Kreuzigung
Renaissance, Gemäldegalerie Kassel

Für viele Menschen ist das Leben oft genug wie ein Kampf. Sie erleben wenig Glücksmomente, dafür umso mehr Leid, Krankheit, Verlust eines Partners, einer Partnerin oder gar eines Kindes. Die Reihenfolge ließe sich beliebig erweitern. Warum, so fragt man, hat Gott das alles zugelassen? Warum hat er zugelassen, dass es  Kriege, Hunger, Armut Seuchen, Naturkatastrophen ungeheuren Ausmaßes gibt. Warum?

Es gibt keine schlüssige Antwort darauf. Als gläubiger Mensch kann man nur auf Jesus schauen, wie er da am Kreuz hängt und als Sohn Gottes den Tod als eine Realität des Lebens auf sich nimmt. Alles Leiden wie auch der Tod gehören zum Menschen. Aber das Kreuz auf Golgatha macht uns auch deutlich, dass dieser Ort nicht der Letzte sein wird.

In einem Hymnus, den die Christenheit seit altersher singt, wird das deutlich:

“crux ave - spes unica”, “Sei gegrüßt Kreuz - einzige Hoffnung”

Im Angesicht des Kreuzes werden die Fragen des Lebens, des Leidens und des Todes laut, aber im Kreuz finden wir auch Antworten, vor allem die Antwort, dass Gott Jesus im Augenblick der äußersten Not nicht verlassen hat. Darauf können wir hoffen: Er wird auch uns nicht verlassen.