Wahrnehmen
Frühling07 036 Frühling07 021

Der Frühling ha so manchen Dichter zu unvergesslichen Worten und Bildern verlockt. Es waren vor allem die Romantiker, die die Atmosphäre und Frühlingsstimmung auf so wundervolle Weise eingefangen haben. Für sie war es nicht nur ein Erwachen der Natur, sondern auch eine Aufforderung an den Menschen, aus dem Winterschlaf und der Tristesse der dunklen Zeit zu erwachen und das Leben frisch und neu zu beginnen.

In dem Gedicht “Frühlingsglaube” von Ludwig Uhland wird das besonders deutlich. Es mahnt zur Überwindung der “Qual” und ruft zum Optimismus auf, weil sich mit der neuen Jahreszeit alles zum Guten verändern wird:

Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muss sich alles, alles wenden.

Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal;
Nun, armes Herz, vergiss der Qual!
Nun muss sich alles, alles wenden.



 

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